Silberkrüge

 

Ein Krug ist ein bauchiges Gefäß, oft mit einem Henkel. Er wird benötigt, um Lebensmittel zu transportieren und aufzubewahren. Krüge sind schon seit dem Altertum bekannt, diese gab es in vielen Größen und Formen und sie wurden aus ganz unterschiedlichen Materialen gefertigt. Oft waren sie aus Ton hergestellt, aber für besondere Anlässe wurden schon in der Antike Krüge aus Metallen und anderem auch Silber geschmiedet.
Es ist bekannt, dass die Ägypter der Pharaonenzeit auch Krüge aus Kupfer oder Silber schmiedeten und sie den Gräbern ihrer Verstorbenen beilegten. Auch die Etrusker und die antiken Griechen waren in der Kunst der Herstellung von Silberkrügen bewandert.

Silberkrüge im alten Rom

silberkrug-bildKrüge waren im römischen Imperium weit verbreitet und dienten der Lagerung von Lebensmitteln wie Wein oder Olivenöl. Die Krüge für den normalen Gebrauch waren ebenfalls aus Ton gefertigt. In der Spätantike wurden dann immer häufiger auch Materialien wie Glas oder Silber verwendet. Krüge aus Silber wurden allerdings nur von der reichen römischen Oberschicht zu festlichen Gelegenheiten benutzt. Denn schon damals galt Silber als wertvolles Edelmetall und es erforderte hohes handwerkliches Geschick, daraus die fein ziselierten Krüge herzustellen. Die wenigen der heute noch vorhandenen Exemplare stammen überwiegend aus der Regierungszeit des Kaisers Hadrians.

Silberkrüge in der Viktorianischen Epoche

Im Mittelalter geriet die Kunst hochwertige Schüsseln und Krüge zu fertigen in Vergessenheit. Ab dem frühen 17. Jahrhundert begannen Silberschmiede in England und Frankreich wieder damit Silberkrüge, hauptsächlich für Teeservices zu schmieden. Einen Höhepunkt erreichte die Fertigung von Silberkrügen in der Viktorianischen Ära. Die damaligen Silberschmiede orientierten sich beim Design an den antiken Vorbildern und ließen sich auch von Stilelementen aus dem persischen Raum inspirieren. Die Krüge waren geschmückt mit elegant geschwungenen Henkeln und waren oft mit üppigen Mustern verziert.